FAQ

Hier finden Sie Antworten zu den wichtigsten Fragen zu den Themen:

Viele wichtige und interessante Informationen zum Thema Mietrecht finden Sie auch in unserem Online-Ratgeber.


Fragen zur Mietpreisbremse

Die Mietpreisbremse ist ein Gesetz, das seit Juni 2015 in fast allen Bundesländern gilt. Besonders in Großstädten wie Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Köln, Düsseldorf und Frankfurt steigen die Mieten aufgrund der hohen Nachfrage rasant an. Vermieter dürfen danach keine überhöhten Mieten mehr nehmen. Die maximal erlaubte Miete bestimmt sich anhand der ortsüblichen Vergleichsmiete, welche man mit Hilfe des Mietspiegels für seine Wohnung berechnen kann.

Höchstens 10% über Mietspiegel sind erlaubt. Wer mehr bezahlen muss, kann auch während des laufenden Mietverhältnisses eine Mietsenkung verlangen. Wenigermiete.de hilft dabei – ohne Stress und Kostenrisiko.

Übersicht: Gilt die Mietpreisbremse in meinem Bundesland? (Stand 10.09.2019)

Bundesland Stand
Baden-Württemberg Wurde im März 2019 für unwirksam erklärt (zuvor war die Mietpreisbremse in 68 Städten und Gemeinden wirksam)
Bayern seit dem 7.08.2019 in 162 Städten & Gemeinden wirksam
Berlin Seit Mai 2015 in ganz Berlin wirksam
Brandenburg Seit April 2019 in 31 Städten und Gemeinden in Brandenburg wirksam
Bremen Seit Dezember 2015 in Bremen (Stadt) wirksam, jedoch nicht in Bremerhaven
Hamburg Seit Juli 2018 in ganz Hamburg wirksam
Hessen Seit Juli 2019 in 31 Städten & Gemeinden wirksam
Mecklenburg-Vorpommern Seit Oktober 2018 in den Städten Rostock und Greifswald wirksam
Niedersachsen Seit Dezember 2016 in 19 Städten und Gemeinden wirksam
Nordrhein-Westfalen Seit Juli 2015 in 22 Städten und Gemeinden wirksam Die Mietpreisbremse soll nach dem 31.07.2020 nicht verlängert werden.
Rheinland-Pfalz Seit Oktober 2015 in Mainz, Trier und Landau wirksam
Saarland Mietpreisbremse nicht wirksam
Sachsen Mietpreisbremse nicht wirksam
Sachsen-Anhalt Mietpreisbremse nicht wirksam
Schleswig-Holstein Die Mietpreisbremse wird in Schleswig-Holstein zum 30.11.2019 frühzeitig abgeschafft. Zuvor war sie seit November 2015 in 12 Städten und Gemeinden wirksam.
Thüringen Seit März 2016 in Erfurt und Jena wirksam

Ja, der Gesetzgeber wollte auch die Interessen der Vermieter berücksichtigen. Daher gilt die Mietpreisbremse in folgenden Fällen nicht:

  • Neubau, der nach dem 1. Oktober 2014 erstmals vermietet wurde.
  • Erstbezug nach sogenannter umfassender Modernisierung: wichtig - die Investition muss mindestens ein Drittel des für eine vergleichbare Neubauwohnung erforderlichen Aufwands erreichen. Baut der Vermieter Isolierglasfenster ein oder eine neue Küche, wo vorher keine war, kann er zwar einen Teil der Kosten auf die Höchstmiete umlegen (8 bzw. 11 Prozent pro Jahr) ist aber nicht vollständig von der Mietpreisbremse. Sollte der Vermieter eine umfassende Sanierung behaupten, muss er diese Kosten ganz genau darlegen. Viele Vermieter versuchen sich auf diese Ausnahme zu berufen, können sie aber nicht nachweisen. Daher lohnt es sich, nachzuhaken. Wenigermiete.de tut dies für Sie.
  • Der Vormieter zahlte bereits eine Miete, die höher war als die zulässige Höchstmiete; dann darf der Vermieter auch bei der Neuvermietung diese Miete verlangen. D.h. die Miete kann maximal auf die Miete des Vormieters herabgesenkt werden. Wichtig: Wenn bereits für den Mietvertrag des Vormieters die Mietpreisbremse galt, und die Miete dagegen verstoßen hat, dann kann sich der Vermieter nicht darauf berufen. All das findet wenigermiete.de für Sie heraus, Sie müssen sich nicht kümmern.

Nein, der Mieter muss die Mietpreisbremse mittels eines Anspruchs- bzw. Rügeschreibens aktivieren. Erst die danach zu viel gezahlte Miete muss der Vermieter zurückzahlen. Deshalb ist es wichtig, schnell zu handeln und noch vor Monatsende den Auftrag an wenigermiete.de zu erteilen, um die Miete zu senken.

Ja, auch bei Staffel- und Indexmietverträgen gilt die Mietpreisbremse. Wenn Sie Ihre Staffelmiete durch uns prüfen lassen wollen, geben Sie einfach die Höhe Ihrer aktuellen Staffel an.

Die Mietpreisbremse gilt grundsätzlich auch für befristete Verträge, wobei Vermieter diesen Trick oft nutzen, um die Miete höher anzusetzen. Sie sollten trotzdem versuchen, eine Mietsenkung zu beantragen. Nach unserer Erfahrung stehen die Chancen gut, die Mietpreisbremse für Verträge, die länger als ein Jahr befristet sind, zu ziehen. Wenn Sie darauf angewiesen sind, dass der Vertrag nach der Befristung verlängert wird, können wir unter Umständen zuerst die Befristung anfechten, denn viele Klauseln zur Befristung sind ungültig.

Ja. Der Vermieter ist zwar berechtigt, einen Aufschlag für die vermieteten Möbel zu verlangen, muss diesen Aufpreis aber mit den Kosten für die Möbel rechtfertigen. Der Aufpreis darf monatlich nicht 2% des Wertes der Möbel zum Einzugsdatum überschreiten. Beispielrechnung: Der Vermieter stellt Ihnen ein neues IKEA Bett, einen Tisch und zwei Stühle im Wert von 1.000 € zur Verfügung. Der monatliche Aufpreis darf in diesem Fall nicht höher als 20 € über der von uns berechneten höchstzulässigen Miete laut Mietpreisspiegel sein.

Die Mietpreisbremse ist leider nicht auf einzelne Zimmer anwendbar. Wenn eine WG beschließt, die Mietpreisbremse zu ziehen, dann müssen alle im Mietvertrag eingetragenen Hauptmieter der Wohnung diese in Auftrag geben.

Dann gilt die Mietpreisbremse leider nicht für Ihr aktuelles Mietverhältnis. Der Gesetzgeber hat den Wohnungseigentümern einen Bestandsschutz gewährt.

wenigermiete.de bietet Mietern die Möglichkeit, innerhalb weniger Minuten zu erfahren, ob ihre Miete zu hoch ist und somit gegen die Mietpreisbremse verstößt.

  • Schritt 1: Sie ermitteln in 3 Minuten Ihr Sparpotenzial - mit unserem kostenlosen Online-Mietpreisrechner. Je genauer Ihre Angaben sind, desto verlässlicher ist die Berechnung.
  • Schritt 2: Sie erteilen wenigermiete.de bequem per Mausklick den Auftrag zur Mietsenkung
  • Schritt 3: Zurücklehnen und entspannen. Wir wenden uns an Ihren Vermieter, um die Mietsenkung zunächst außergerichtlich durchzusetzen. Wenn der Vermieter nicht reagiert, bemühen gehen wir den gerichtlichen Weg. Sobald wir Erfolg haben, zahlen Sie weniger Miete.
  • Wir berechnen nur dann etwas, wenn wir für Sie tatsächlich erfolgreich die Miete senken. Gelingt uns das nicht, egal warum, erhalten wir nichts. Das Honorar im Erfolgsfall beträgt einmalig die Ersparnis für vier Monate (inkl. MwSt.). Bezahlen tut das in der Regel der Vermieter. Denn mit der gesenkten Miete, verringert sich auch die Kaution und der Vermieter hat Guthaben von Ihnen (Rückzahlungsanspruch). Aus diesem Grund fragen wir Sie auch nicht nach Ihren Zahlungsdaten. Sollten wir ein Gerichtsverfahren mit Ihrem Vermieter anstreben, übernehmen wir natürlich auch die Anwalts- und Prozesskosten.

    „Kein Kostenrisiko“ bedeutet, dass Sie nichts an uns zahlen, wenn wir Ihre Miete nicht senken. Das heißt, wenn Sie uns beauftragen, können Sie nur etwas „gewinnen“ und kein Geld verlieren. Wie kann wenigermiete.de das Kostenrisiko übernehmen? Einer unserer Vertragsanwälte nimmt, wenn eine außergerichtliche Durchsetzung scheitert, eine Einschätzung vor, ob der Fall zu gewinnen ist oder eher nicht. Nur wenn der Anwalt davon ausgeht, erfolgreich sein zu können, gehen wir vor Gericht und übernehmen dann das Risiko für Prozess- und Anwaltskosten. Da wir hochspezialisiert sind, liegen wir mit unserer Falleinschätzung zu 90 Prozent richtig. Wenn die Erfolgsaussichten aus verschiedenen, individuellen Gründen nicht gut sein sollten, dann verfolgen wir den Fall nicht gerichtlich. Nur wenn Sie unbedingt wollen, dass der Vertragsanwalt Ihren Fall gerichtlich verfolgt, obwohl er vorher davon abgeraten hat und wir den Fall unsererseits nicht weiterverfolgt hätten, tragen Sie die Gerichtskosten selbst und wir übernehmen dabei kulanter Weise das Honorar des Vertragsanwalts.

    Wir können Sie nur hinsichtlich der von uns angebotenen Dienstleistungen informieren. Die LexFox GmbH, die das Portal wenigermiete.de betreibt, ist aber keine Anwalts-, sondern eine Rechtdienstleistungsgesellschaft und darf als solche Rechtsberatung nicht als eigenständiges Geschäft betreiben. Sie können allerdings unsere kostenlose Anwaltshotline nutzen (Klicken Sie hier >>). Dort vermitteln wir einen Vertragsanwalt für eine kostenlose Erstberatung.

    Ja. Wenn eine außergerichtliche Einigung nicht zu erzielen ist und wir die gerichtliche Durchsetzung für aussichtsreich halten, erheben wir auch Klage vor Gericht. Die Kosten tragen natürlich wir.

    Wir stehen nicht in Konkurrenz zu den Mietvereinen oder den Anwälten. Das Angebot unterscheidet sich und es hängt auch davon ab, was für ein “Typ” Mieter Sie sind und wieviel Arbeit Sie sich machen möchte:

    Unser Service ist für Mieter geeignet, die ihren Anspruch online, ohne großen Zeitaufwand und ohne Kostenrisiko einfordern wollen. Nachdem online alle Angaben zur Wohnung gemacht wurden, muss sich der Mieter um nichts mehr kümmern. Wir sind durch unser Geschäftsmodell dazu motiviert, die höchstmögliche Mietsenkung für die Mieter herauszuholen, da wir im Erfolgsfall anteilig an der Höhe der Senkung beteiligt werden (vier Mal die Mietersparnis). Eine Anwaltskanzlei arbeitet hingegen gegen eine feste Gebühr und hat daher weniger Motivation, die höchstmögliche Senkung auszuhandeln. Außerdem sind wir im Gegensatz zu den meisten Kanzleien/selbstständigen Anwälten auf Fragen im Mietrecht hochspezialisiert.

    Bei den Mietvereinen (Mieterschutzbund) wird Hilfe zur Selbsthilfe geleistet. In Vor-Ort-Terminen wird dem Mieter geholfen, wie er die Rüge selbst schreiben und absenden kann. Reagiert der Vermieter nicht, dann wird der Fall an einen Anwalt abgegeben. In der Regel muss man bei den Mietervereinen bereits Mitglied sein, um den Service für einen aktuellen Fall nutzen zu können.

    Dasselbe gilt für eine Rechtsschutzversicherung: Wer eine Rechtsschutzversicherung mit dem Zusatzbaustein Wohnen hat, kann unter Umständen über eine Kanzlei/selbstständigen Anwalt gehen. Dabei ist jedoch oft eine Selbstbeteiligung (meist 150 € oder mehr) fällig, ohne zu wissen, ob der Anwalt letztlich etwas für den Mieter herausholen kann oder nicht. Wer keine Rechtsschutzversicherung hat, zahlt bereits für die Erstberatung (meist knapp 200€), ohne zu wissen, ob es überhaupt einen Anspruch gibt.

    Wir sind uns darüber im Klaren, dass unser Fragebogen viele nicht einfache Fragen enthält. Sollten Sie Unterstützung brauchen, dann melden Sie sich gerne telefonisch unter 030 28443300 (Mo-Fr 9:00-18:00) bei uns und wir helfen Ihnen gerne weiter. Da wir Ihre Angaben direkt zur Erstellung der Rügeschreiben verwenden, ist es wichtig, dass Sie die Fragen möglichst korrekt beantworten.

    Die Dauer des Verfahrens hängt ganz von der Reaktion des Vermieters ab. Manche Vermieter reagieren sofort, manche lassen sich Zeit. Wir versuchen, das Verfahren zügig abzuwickeln, wollen den Vermieter aber auch nicht unnötig unter Zeitdruck setzen. Daher setzen wir angemessene Antwortfristen. In aller Regel gelingt es uns, eine außergerichtliche Einigung innerhalb von zwei Monaten abzuschließen. Kommt es zum Gerichtsverfahren, dauert es natürlich länger.

    Nein. wenigermiete.de fordert von dem Vermieter alle Auskünfte ein, egal ob es um Abrechnungen zu Modernisierungsmaßnahmen oder den Vertrag vom Vormieter geht. Sie müssen sich nicht darum kümmern.

    Ja, unser Online-Mietpreisrechner arbeitet mit den offiziellen Mietspiegeln der Gemeinden bzw. Städte. Im Durchschnitt haben Mieter bei uns ein monatliches Sparpotenzial von über EUR 200 ermittelt. Wenn Sie deutlich über diesem Wert liegen, so kann dies daran liegen, dass Ihre Wohnung modernisiert wurde. Die Modernisierungskosten kann der Vermieter grundsätzlich auf die Miete aufschlagen, aber er muss dies nachweisen. In diesen Fällen ist es möglich, dass wir nicht den vollen errechneten Sparbetrag durchsetzen können. Fall Sie Fragen zu Ihrer Berechnung haben, so klären wir gerne telefonisch Ihre Bedenken.

    Selbstverständlich. Wenn Sie an einer Einigung mit dem Vermieter interessiert sind - und das empfehlen wir - können Sie nach Auftragserteilung online einen Betrag hinterlegen, der für Sie als maximale Miete noch akzeptabel wäre. Wenn der Vermieter nicht fristgerecht auf die Forderungen eingegangen ist, stellen wir ihm in der Mahnung anheim, einen Einigungsvorschlag zu unterbreiten. Hierzu haben wir ein Online-Einigungstool entwickelt, das es dem Vermieter erleichtert, die Berechnung der Miete nachzuvollziehen und ein Angebot zur Mietsenkung vorzulegen.

    Wenn Sie an einer Einigung mit dem Vermieter interessiert sind - und das empfehlen wir - können Sie nach Auftragserteilung online einen Betrag hinterlegen, der für Sie als maximale Miete noch akzeptabel wäre.

    Wenn der Vermieter nicht fristgerecht auf die Forderungen eingegangen ist, erhält er mit der Mahnung Zugang zu unserem innovativen Online-Einigungstool. Dort kann der Vermieter Ihre Angaben zur Wohnung prüfen und ggf. korrigieren und eine darauf beruhende Einigung vorschlagen. Deckt sich der Vorschlag mit dem von Ihnen hinterlegten Betrag, so kommt eine Einigung zustande. Der Vermieter erhält sodann einen Einigungsvertrag mit der Bitte um Unterzeichnung.

    Um zu bestätigen, dass wir tatsächlich in Ihrem Namen handeln, dürfen Vermieter eine Vollmachturkunde im Original verlangen. Daher bitten wir Sie bei Auftragserteilung, uns die unterzeichnete Vollmacht- und Abtretungsbestätigung per Post zu schicken.

    Wie es heutzutage bei Online-Dienstleistungen üblich ist, kommt der Vertrag zwischen dem Kunden und uns durch Anklicken der AGB und Bestätigen des Buttons "Auftrag verbindlich erteilen" zustande. Die nachfolgende Unterzeichnung des Schutzbriefes ist lediglich eine Vorsichtsmaßnahme dagegen, dass der Vermieter schriftliche Unterlagen sehen möchte. Daher fordern wir die Unterzeichnung des Schutzbriefes an. Im Interesse unserer Kunden sind wir allerdings gehalten, mit der Arbeit zu beginnen, sobald der online verbindlich eingegangen ist. Welche Informationen auf unserer Webseite "missverständlich" dargestellt sein sollen, können wir durch Ihre Ausführungen nicht nachvollziehen. Gerne nehmen wir aber Verbesserungsvorschläge auf.

    Zur Erläuterung unseres Vorgehens. Sie haben uns online wirksam beauftragt und eine Vollmacht erteilt. Die schriftliche Vollmacht dient nur zu Nachweiszwecken gegenüber Ihrem Vermieter, sollte dieser dies verlangen. Sie wurden auch darüber informiert, dass wir unverzüglich nach Auftragserteilung mit der Bearbeitung des Auftrags beginnen, d.h. den Vertragsanwalt einschalten. Dieser ist ebenfalls zu unverzüglichem Handeln verpflichtet. Zudem wurden Sie über Ihr gesetzliches Widerrufsrecht aufgeklärt. Wir können nach alldem nicht genau erkennen, was wir anders oder besser hätten machen können. Vielen Dank dennoch für Ihr offenes Feedback, das wir in der weiteren Entwicklung unserer Plattform berücksichtigen werden.

    Ja, natürlich. Wenn Sie bereits vor Vertragsschluss wissen, dass die Miete gegen die Mietpreisbremse verstößt, können Sie direkt nach Einzug in die Wohnung tätig werden. Wenn Sie den Vermieter allerdings bereits vor Vertragsunterzeichnung daraufhin ansprechen, werden Ihre Chancen sinken, die Wohnung zu bekommen. Daher sollten Sie das Thema nicht ansprechen, bis Sie eingezogen sind.

    Die allermeisten Vermieter reagieren sachlich auf unser Schreiben. In vielen Fällen kümmern sich die Sachbearbeiter der Hausverwaltungen oder Immobilienfirmen um das Verfahren. Manche Vermieter schalten auch Anwälte ein. Das ist gut, denn es professionalisiert das Verfahren meistens.

    Reagiert der Vermieter innerhalb einer angemessenen Frist nicht oder erfüllt die Ansprüche zur Auskunft nicht (bspw. Energieausweis, Höhe der Vormiete), erhält er eine Mahnung. Wir streben in jeder Phase des Verfahrens eine gütliche Einigung zwischen Ihnen und dem Vermieter an. Dazu haben wir ein Online-Einigungstool entwickelt, das es dem Vermieter erleichtert, die Berechnung der Miete nachzuvollziehen und ein Angebot zur Mietsenkung vorzulegen. Wenn der Vermieter auch nach mehrmaliger Mahnung nicht reagiert und wir davon überzeugt sind, den Fall auch gerichtlich gewinnen zu können, dann erhaben wir Klage. Natürlich tragen wir dann das Kostenrisiko für alle Prozess- und Anwaltskosten.

    Die Mietpreisbremse ist geltendes Recht nach Bürgerlichem Gesetzbuch und für alle Vermieter verpflichtend. Der Vermieter hat eigentlich nur folgende Möglichkeiten, sich zu wehren:

    • Er kann behaupten, dass der Vormieter bereits eine so hohe Miete bezahlt hat.
    • Er kann eine sogenannte umfassende Modernisierung behaupten.
    • Er kann behaupten, dass es sich um einen Neubau handelt, der nach dem 1. Oktober 2014 erstmals vermietet wurde.
    • Er kann die Berechnung der ortsüblichen Vergleichsmiete angreifen.
    • Wenn der Vermieter einen dieser Abwehrversuche startet, dann verlangen wir Nachweise. Vielen Vermietern gelingt es nicht, Ausnahmen zur Mietpreisbremse nachzuweisen. Denn: Wir lassen nicht locker, sondern haken nach, bis alle Tatsachen auf dem Tisch liegen.

    Die Angst vor der Reaktion hält viele Mieter davon ab, die Mietpreisbremse zu ziehen. Dabei genießen alle Mieter einen besonderen Kündigungsschutz. Der Vermieter kann Ihnen nicht einfach kündigen, nur weil Sie Ihre Rechte unter der Mietpreisbremse geltend machen oder uns dazu beauftragen. Wichtig ist, dass Sie weiterhin ungekürzt und fristgemäß die Miete bezahlen (wenn auch unter Vorbehalt) und sich auch im Übrigen vertragskonform verhalten (z.B. kein unangemeldetes Haustier halten oder die Wohnung ohne Erlaubnis untervermieten).

    Wenn der Mieter seine Verpflichtungen einhält, gibt es nur eine Möglichkeit ihn zu kündigen: Eigenbedarf. Wenn Sie von einem Unternehmen die Wohnung anmieten, ist dies bereits ausgeschlossen. Nur Privatpersonen können Eigenbedarf anmelden und auch da ist dies nur unter strengen Auflagen möglich, die viele Privatvermieter nicht einhalten. Das heißt, selbst für den extrem unwahrscheinlichen Fall einer (Eigenbedarfs-)Kündigung haben wir gute Chancen diese abzuwehren.

    Wir hoffen, dass sich mehr Mieter durch die steigende Berichterstattung in den Medien und durch Aufklärungsarbeit trauen, die Mietpreisbremse zu ziehen und für ihre Rechte einzustehen. Umso mehr Mieter davon Gebrauch machen, desto erfolgreicher ist der Kampf gegen den Mietwucher. Mieter sollten sich nicht schlecht dafür fühlen, oder Angst haben, dass sie für ihre Recht einstehen. Vermieter sollten sich schlecht dafür fühlen, wenn Sie das Recht brechen.

    Viele Vermiete wissen, dass sie es sind, die das Recht brechen und nicht die Mieter. Sie als Mieter auf der anderen Seite, genießen in Deutschland einen besonders hohen rechtlichen Schutz. Wir möchten Ihnen deshalb folgendes mitgeben: Wir treten stets freundlich und professionell auf. Wir sind in jeder Phase des Verfahrens grundsätzlich offen für eine gütliche Einigung zwischen Ihnen und Ihrem Vermieter. Viele unserer Kunden haben Sparpotenziale von mehreren tausend Euro im Jahr ermittelt. Da lohnt es sich vielleicht, das einzufordern, auch wenn man sonst eher friedliebend ist.

    Sollten Sie während oder nach Abschluss des Verfahrens eine Mieterhöhung von Ihrem Vermieter erhalten, teilen Sie uns das bitte mit. Viele Mieterhöhungen sind nicht rechtens und können von uns abgewehrt werden. Sie dürfen der Mieterhöhung allerdings auf keinen Fall schriftlich zustimmen und sollten auch die erhöhte Miete zunächst nicht zahlen (stillschweigende Zustimmung).

    Wenn Sie einen Privatvermieter haben, dann bietet es sich unter Umständen an, diesen darüber zu informieren, dass Sie uns beauftragen wollen. Ist Ihre Vermieter ein Unternehmen, spielt das in der Regel keine Rolle, da Sie dort nur eine „Nummer im System“ sind und die Sachbearbeiter in der Regel kein (persönliches) Interesse an Ihrem Fall haben.


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