Heimat unbezahlbar – Wie die Ur-Berlinerin Katharina sich ihren eigenen Kiez fast nicht mehr leisten konnte

Auch immer mehr Ur-Berliner müssen sich inzwischen auf illegale Horrormieten einlassen. So ging es auch der 32-jährigen Katharina in Kreuzberg. Früher schmuddelig und unbeliebt gehört der Bezirk heute zu den teuersten Ecken der Stadt. Katharina hatte keine Wahl: Um in ihrer Kreuzberger Heimat nahe ihrer Familie bleiben zu können, ließ sie sich auf 609€ kalt für 38 Quadratmeter ein. Wie sie mit Wenigermiete.de ihre Miete um knapp 40 Prozent oder 233 Euro gesenkt hat, erzählt Sie hier:

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Miete zu hoch?
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Wie war es für Dich als Ur-Berlinerin eine Wohnung zu suchen?

"Es kam mir ganz schön verrückt vor. Ich habe mein ganzes Leben lang in Kreuzberg 61 gewohnt, bin in der Mittenwalder Straße aufgewachsen. Es war eine Gegend, die in meiner Kindheit eher als abgeranzt galt und günstig war. Heute werden die gleichen Wohnungen neu gestrichen, ein netter Boden verlegt und zu astronomischen Preisen neu vermietet."

Wie hat sich die Wohnungssuche gestaltet?

"Richtig gesucht habe ich sechs Monate lang, hauptsächlich über immoscout. Ich wollte eine kleine Wohnung, und da gab es nicht sonderlich viele. Fünf Wohnungen habe ich mir angeschaut, da waren rund hundert Leute je Besichtigung. Weil mein Gehalt nicht so schlecht ist, habe ich die eine dann bekommen. 36 Quadratmeter im Hinterhaus für 600 Euro kalt. Ende 2018 bin ich eingezogen."

Es musste unbedingt Kreuzberg und die eigene Wohnung sein?

"Ich war direkt nach der Schule in eine WG in Kreuzberg gezogen. Nach zehn Jahren Wohngemeinschaft wollte ich jetzt unbedingt mal allein wohnen, aber auch in der Nähe meiner Familie und Freunde bleiben."

Hattest Du dich schon zähneknirschend mit der Miete abgefunden, oder hattest Du von vornherein vor, etwas dagegen zu unternehmen?

"Ich dachte, dass ich das leider so hinnehmen muss. Ich fand irgendwie sogar, dass ich noch Glück habe, denn ein Bekannter von mir, noch Werkstudent, der weniger verdient, sucht schon so lange und bekommt überhaupt gar nicht erst die Gelegenheit einen Mietvertrag zu unterschreiben."

Wie bist Du auf wenigermiete.de gekommen?

"Ich hatte einen Flyer im Briefkasten, habe mir dann die Webseite angeschaut und dachte, ich versuche mein Glück."

Hattest Du keine Bedenken, wenigermiete.de zu beauftragen?

"Ich hatte keine Probleme, meine Daten einzugeben, aber ich dachte, das klingt alles ein bisschen zu einfach. Als ich einen telefonischen Rückruf bekam, war mir klar, dass wirklich auch Menschen, die wissen, was sie tun, hinter wenigermiete.de stecken, und dann war ich positiv überrascht."

Wie lange dauerte der Prozess?

"Es dauerte zwei drei Monate. Meine Hausverwaltung war angeblich oder wirklich überfordert und zuständige Mitarbeiter krank, aber dann kam die Nachricht von wenigermiete.de, dass ich jetzt bei der Hausverwaltung meinen neuen Mietvertrag mit der gesenkten Miete unterschreiben kann."

Wie ist Dein Verhältnis zur Hausverwaltung jetzt?

"Es ist eine sehr große Hausverwaltung, und es ist nicht schlechter als vorher. Neulich war mein Briefkasten aufgebrochen worden, und die Hausverwaltung hat das innerhalb eines Tages reparieren lassen."

Kam bei der Mietsenkung mehr oder weniger raus, als Du Dir erhofft hattest?

"Ich hatte eine Senkung von rund 230 Euro, und das war mehr, als ich für möglich gehalten hatte."

Fandest Du die Gebühr fair?

"Ja, ich denke, dass ein Anwalt, also ein Fachanwalt für Mietrecht, den ich ja auch erst hätte finden müssen, teurer gewesen wäre. Für mich war es wichtig, das Ganze als Dienstleistung von jemandem Kompetenten erledigen zu lassen."

Was hast Du mit der gesparten Miete gemacht?

"Das eingesparte Geld bedeutet für mich mehr Lebensqualität. Jetzt kann ich mir eine schöne Einrichtung, Fortbildungen und Urlaube leisten. Ich muss nicht nach einem achtstündigen Arbeitstag zu Hause sitzen, weil mein Geld nicht für einen Kaffee mit Freunden reicht und ich so viel für meine Wohnung ausgebe, dass ich sie nicht mehr verlassen mag."

Viele Mieter denken sich ja heute, hätte ich nur mal vor 10 Jahren etwas gekauft. Kam Dir jemals der Gedanke: Hätte ich oder meine Familie doch bloß damals vor 10 oder 20 Jahren eine Wohnung gekauft?

"Ja, das habe ich schon gedacht, aber weder hatte ich damals das Geld dafür, noch habe ich natürlich geahnt, dass es mal so abgehen würde mit den Mieten in Multi-Kulti Kreuzberg. Die Preise sind um das 3-fache gestiegen, und modernisiert wurde an den Häusern und Wohnungen so gut wie nichts. Ich bin dankbar, dass wenigermiete.de einen angemessenen Preis für meine Wohnung verhandelt hat und empfehle die Seite immer gern weiter."