Immer mehr Verstöße in Neukölln gegen die Mietpreisbremse: Seit 2017 hat sich die Höhe der zu viel verlangten Miete in Neukölln um 20 % erhöht!

Mieter*innen aus Neukölln zahlten 2019 im Schnitt noch immer über 1800 Euro zu viel Miete! Das geht aus einer Überprüfung des Mieterportals wenigermiete.de hervor, die das durchschnittliche jährliche Sparpotenzial der Mieter*innen ermittelt hat.

Zu hohe Miete?

So überteuert sind die Mieten in Neukölln

Neukölln galt lange als günstiges Arbeiterviertel. Doch die Beliebtheit des Bezirks bei Zugezogenen, die sich oft ihrer Rechte nicht bewusst sind und teilweise weitaus höhere Mieten gewohnt sind, haben wenig Bewusstsein dafür, was in Berlin als hohe Miete gilt. Das hat leider viele Vermieter*innen dazu veranlasst, in den letzten Jahren kräftig an der Preisschraube zu drehen. Die seit 2017 eingegebenen Daten des Mietpreisbremsen-Rechners von wenigermiete.de ergeben, dass Mieter*innen in Neukölln im Schnitt 1.805,77 Euro pro Jahr zu viel zahlen. Wie aus den Daten hervorgeht, ist die durchschnittliche potenzielle Ersparnis von 2017 bis 2019 stark um über 20 % gestiegen (109,70 Euro/Monat auf 151,96 Euro/Monat). Damit ist traurige Realität, dass der Szenekiez innerhalb kurzer Zeit vom achten auf den zweiten Platz der Bezirke in Berlin empor geklettert ist, der die gravierendsten Verstöße gegen die Mietpreisbremse zu verzeichnen hat. Das Ergebnis ist so erschreckend wie leider auch wenig überraschend: Denn obwohl die Mietpreisbremse bereits 2015 in Kraft getreten ist und am 1. April 2020 sogar verschärft wurde, wird sie noch immer von vielen Vermieter*innen missachtet. In Neukölln haben sich Vermieter*innen in den letzte Jahren leider immer weniger an das Gesetz gehalten.

Das ist die Mietpreisbremse

Die Mietpreisbremse ist ein Gesetz „zur Dämpfung des Mietanstiegs auf angespannten Wohnungsmärkten“ (§ 556d BGB). Es gilt in vielen Großstädten wie zum Beispiel in Berlin und ermöglicht Mieter*innen, ihre Miete zu senken, wenn diese mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Damit ist sie momentan die mächtigste Waffe gegen überhöhte Mieten, weshalb jede*r Mieter*in sie kennen sollte.

Durschnittliche Überschreitung der erlaubten Höchstmiete in Euro pro Jahr



So ziehen Sie die Mietpreisbremse

1. Geben Sie Ihre Wohnungsdaten ein

Mit Hilfe Ihrer Eingaben prüft der wenigermiete.de Online-Rechner, ob Ihre Miete zu hoch ist und wenn ja, um wieviel genau. Beantworten Sie dafür bitte einige Fragen zu Ihrer Wohnung und zum Mietverhältnis (Dauer ca. Fünf Minuten), um Ihr Sparpotenzial zu ermitteln.

2. wenigermiete.de beauftragen

Beauftragen Sie nun wenigermiete.de mit der Durchsetzung der Mietpreisbremse. wenigermiete.de setzt die gesamte Erfahrung von vielen tausend Fällen für Sie ein, um für eine faire Miete zu sorgen. In der Regel findet sich eine Einigung mit dem*der Vermieter*in. Wenn nicht, zieht wenigermiete.de vor Gericht und übernimmt alle Prozesskosten für Sie

3. Weniger Miete zahlen

Häufig kommt der*die Vermieter*in im Laufe des Verfahrens mit einem Einigungsvorschlag auf wenigermiete.de zu. Sie entscheiden, ob Sie darauf eingehen wollen. wenigermiete.de setzt Ihre Rechte in Ihrem Sinne durch.