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95 % der Berliner Bestandsmieten sind teurer als der Mietendeckel erlaubt

Mietendeckel

Berlin, 21. Februar 2020: Pünktlich zum Inkrafttreten des Berliner Mietendeckels am Sonntag präsentiert das Mieterportal wenigermiete.de eine erste Auswertung der Auswirkungen des Mietendeckels auf den Berliner Mietmarkt. Denn seit Einführung des neuen Mietendeckel-Rechners von wenigermiete.de haben bereits über siebenhundert Berliner Mieter ihre Ersparnis mit dem neuen Mietendeckel berechnet. wenigermiete.de hat nun eine Zwischenbilanz gezogen: Fast alle Berliner Mieten sind zu hoch. Knapp 200 Euro zahlen Berliner Bestandsmieter im Schnitt zu viel laut Mietendeckel – den sie mit der Hilfe von wenigermiete.de bereits durchsetzen oder potenziell durchsetzen werden. Damit gibt das LegalTech Startup schon vor Inkrafttreten des Mietendeckels eine Einschätzung darüber ab, wie hart das neue Gesetz Vermieter und Investoren voraussichtlich treffen wird.

„Die Ersparnisse mit dem neuen Mietendeckel sind – so werden insbesondere Vermieterverbände feststellen – schockierend hoch. Es bleibt also abzuwarten, ob sich Vermieter an die neuen gesetzlichen Regelungen halten werden. Denn schon vor Inkrafttreten des Gesetzes haben Oppositionsparteien Verfassungsklagen gegen den Mietendeckel angekündigt. Ob dieser damit auch dauerhaft rechtlich durchgesetzt werden kann, ist derzeit ungewiss. Wir können Bedenken gegen die verfassungsrechtliche Zulässigkeit des Mietendeckels nachvollziehen und hoffen daher, dass es schnellstmöglich eine Klärung durch das Verfassungsgericht geben wird. Bis diese Rechtssicherheit erzielt ist, bleibt das Mittel der ersten Wahl zur Mietsenkung für Verbraucherinnen und Verbraucher nach wie vor die Mietpreisbremse, die bereits tausendfach von wenigermiete.de gerichtlich erfolgreich durchgesetzt wurde”, sagt Dr. Daniel Halmer, Gründer und Rechtsanwalt von wenigermiete.de.

Berliner Bestandsmieter zahlen teilweise fast 40 % zu viel

Nach Auswertungen von wenigermiete.de auf Grundlage von über siebenhundert Nutzern, die ihre Ersparnis mit dem hauseigenen Mietendeckel-Rechner ermittelt haben, sind derzeit rund 95 % der Berliner Bestandsmieten nicht mietendeckelkonform. Denn im Schnitt bezahlt der Berliner 700 Euro kalt pro Monat für seine Wohnung. Bezahlen müsste er aber nur rund 520 Euro monatlich. Eine Diskrepanz von über 25 %. Die Unterschiede zwischen aktuell bezahlter und mietendeckelkonformer Miete sind in den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Lichtenberg mit bis zu 40 % besonders hoch. Ein Beispiel: Eine 2-Zimmer-Wohnung in Kreuzberg für 52 m² kostet momentan 540 Euro kalt. Mit dem Mietendeckel dürfte die Miete allerdings nur noch bei rund 370 Euro liegen. Die Werte im Überblick:

Bezirk Aktuelle Ø-Miete Ersparnis im Ø Ø-Ersparnis in %
Charlottenburg-Wilmersdorf 777,31 Euro 215,93 Euro 27,78 %
Friedrichshain-Kreuzberg 877,07 Euro 325,19 Euro 37,08 %
Lichtenberg 634,72 Euro 242,79 Euro 38,25 %
Marzahn-Hellersdorf 344,98 Euro 90,75 Euro 26,31 %
Mitte 794,69 Euro 229,35 Euro 28,86 %
Neukölln 625,52 Euro 149,28 Euro 23,86 %
Pankow 733,96 Euro 178,04 Euro 24,26 %
Reinickendorf 875,78 Euro 153,06 Euro 17,48 %
Spandau 547,04 Euro 98,59 Euro 18,02 %
Steglitz-Zehlendorf 818,16 Euro 178,00 Euro 21,76 %
Tempelhof-Schöneberg 714,67 Euro 201,06 Euro 28,13 %
Treptow-Köpenick 689,14 Euro 109,53 Euro 15,89 %
Gesamt Berlin 702,75 Euro 180,96 Euro 25,64 %

Bezogen auf Bestandsmieten, die laut Mietendeckel-Gesetz Sparpotenzial haben.

Hunderte Mieter setzen bereits jetzt mithilfe von wenigermiete.de den Mietendeckel durch

Da das Mieterportal schon heute den Service anbietet, die verbindliche Zusicherung des Vermieters einzuholen, die Miete ab Ende 2020 auf das Mietendeckelniveau abzusenken, haben sich bereits einige hundert Mieter hilfesuchend an wenigermiete.de gewandt. Verbraucher können mit wenigermiete.de den Mietendeckel vollumfänglichen durchsetzen lassen oder ein kostenloses Anspruchsschreiben des wenigermiete.de Vereins für Mieterrechte e.V. herunterladen. Dieses können Mieter selbst an den Vermieter senden, um ihre Rechte selbstständig einzufordern.


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